Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
279
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i.Kap. überhaupt. §.1^4.105. 279

Substantivs dienete, demselben als beygelegt oderan demselben befindlich vorgestellet; allein oft be-zeichnet man dieses Unselbständige nur an und fürsich, oder leget es dem selbständigen Dinge erst bey.Dasjenige, was sich an einem Dinge befindet oderbefinden kann, heißt, so fern man es für sich alleinbetrachtet, eine Beschaffenheit, so bald es aberdem Dinge als einverleibet betrachtet wird, eineLLlgenschaft. Das Wort groß bezeichnet einebloße Beschaffenheit, und wenn ich sage, derMannist groß, so lege ich diese Beschaffenheit dem selb-ständigen Dinge bey; allein durch den Ausdruckder große Mann wird die Beschaffenheit demsel-ben schon beygelegt, und an demselben befindlichgedacht, und daher als eine Eigenschaft vorstelliggemacht. Derjenige Redetheil nun, welcher diebloße Beschaffenheit ausdruckt, heißt 6. das Adsverbium, welches nicht allein das Unselbständigefür sich allein darstellet, sondern zugleich zur Be- 'stimmung alles übrigen Unselbständigen in der Re-de dienet, es sey von welcher Art es wolle. Einsehr großer Mann, der Mann isr viel größerals wir; wo sehr und viel sowohl das Adjectivgroßer, als auch das Adverbium größer bestim-men. Man nennet die Adverbia im Deutschen ge-meiniglich d^ebeiiwörter; allein, da dieser Aus-druck von ihrer Bestimmung eigentlich nichts sagt,so könnte man sie init mehrerm Rechte Veschafsfenheitsrvörter nennen, durch welchen Ausdruckzugleich ihr Unterschied von den Adjectiven merk-lich wird, mit welchen man sie bisher so sehrverwechselt hat.

§. 105. Derjenige Rcdetheil, welcher das un- Des Verbi,selbständige Prädicat mit dem selbständigen Dingeverbindet, oder dem Dinge eine Beschaffenheit bey-

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