296 i.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.
annimmt, und daher dieser Mangel durch den Ar-tikel ersetzt werden muß: der Tempel des Sa-lomo, die Lustspiele des Aristophanes, dieSchriften des plato ' da denn der Artikel einbloßes Declinations-Zeichen ist. Da ein eigenerNahme auch nur einem einzelen Dinge allein zu-kommen kann und soll, so leidet er auch in so fernkeinen Plural.
Können §, 12z. Indessen gibt es doch Fälle, wo ein ei-wiedcrAp- gener Nahme wieder als ein Gattungsnahme ge-braucht werden kann, und alsdann die Selbstän-digkeit verlieret, welche ihm in seiner ersten Be-jrimmung zukam. Diese Falle sind vornehmlich:1. wenn mehrere einzele Dinge einerley eigenenNahmen führen; 2. wenn ein eigener Nahme zuBezeichnung einer Eigenschaft gebraucht wird; undz. wenn er ein Adjectiv vor sich hat, in welchemFalle er als ein Gattungöwort angesehen wird. Inallen diesen Fällen ist ein eigener Nahme sowohl desArtikels, als auch des Plurals, fähig: Frankreichs Ludwige, die Könige Frankreichs , welche denNahmen Ludwig führten; der Alexander Nor-dens, wo der Nahme Alexander als ein Gat-tungsnahme eines ungestümen Eroberers gebrauchtwird; der Salomo der Deutschen, wo Salomo als eine allgemeine Benennung eines weifen Köni-ges angesehen wird; der vierzehnte Ludwig; dergroße Newton, der große Philosoph, NahmensNewton.
§. 124. Wir haben in dem Abschnitte von demUrsprünge der Sprache gesehen, daß jedes Wortursprünglich ein hörbares Merkmahl ausdruckte,und von einem körperlichen Individuo veranlassetward. Als dw Spracherfinder anfingen, diesen
Ursprungder Gat-tungvnch-men.