298 i.TH.-.Abschn. 2.Kap. Substantiv.
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Chinese unter der Menge seiner Schriftwörter er-liegt; für die Erkenntniß aber, weil der Mensch da-durch gezwungen ward, sich allgemeiner Begriffe Zubefleißigen, oder vielmehr, durch die mangelhafteBeschaffenheit seiner Sprache gleichsam mit Gewaltzu allgemeinen Begriffen gestoßen ward, welchenachmahls der Grund seiner ganzen vernünftigenErkenntniß wurden.Was M, §. 125. Die GattunIsnahmen oder Appel-Gattung lcmva bezeichnen daher Zwar selbständige Dinge,«.s.f. ist. ab^. nach einem gemeinschaftlichcnMerkmahle, wel-ches mehrern derselben Zukommt. So heißen alleholzige und hochstämmige Individua des Gewächs-reiches Bäume, von einem Worte, welches ur-sprünglich ein hohes Ding bedeutete; gewisse mitscharfen Zähnen versehene Raubfische heißen fech-te, alle mit Flößen versehene Wassergeschöpfe, Fi-sche, gewisse Ranbvögcl mit krummen SchnabelLalLen, alle sich vermittelst der Federn in der iuftbewegende Thiere Dsgel. Diejenigen einzelnenDinge nun, welche in einem gewissen allgemeinenMerkmahle mit einander überein kommen, macheudasjenige ans, was man eine Art oder Gattungnennet. Allein, da sich mehrere Merkmahle au denDingen bezeichnen lassen, wovon eines immer meh-rern einzelen Dingen zukommt, als das andere, sogibt es auch mehrere Arten oder Gattungen, wovondie eine immer mehr Individua unter sich begreifst,als die andere, und alsdann die höhere, so wiejene die niedere Gattung genannt wird. Die un-terste Gattung, welche die wenigsten sich ähnlichenIndividua unter sich begreifst, pflegt man ziemlichallgemein eine Art zu nennen; allein für die höhernhat man keine fest bestimmten Nahmen, sondernman gebraucht die Ausdrucke Geschlecht, Gar-
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