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I. Dessen Arten. §. 125. 299
tung, Ordnung, Classe u. s. f. bald von höhern,bald von niedern Gattungen, ob e6 gleich nützlichwäre, diese Nahmen insgesammt so bestimmt zugebrauchen, als in der Botanik der Neuern gewöhn-lich ist. Der Nahme Hecht fasset alle einzele Fi.sche unter sich, welche sich durch ihren spitzigen Kopf,durch ihre scharfen Zähne, und durch ihre Gefräßig-keit unterscheiden, und bezeichnet also eine Art; dieNahmen Raubfisch , Seefisch, Lisch, wasser-geschöpf, Thier, Zxörper, Substanz hingegen,bezeichnen immer höhere Classen, wovon jede hö-here immer weniger Merkmahle enthält, folglichimmer mehr Individua unter sich begreifft, als dienächst vorher gehende, und folglich Gattung, Ge-schlecht, «Ordnung, Classe u. s. f. wird. Allediese Nahmen zusammen nennen wir hier, ohneRücksicht auf die höhern oder niedern Classen, Eatstungsnahmen oder Appellariva.
Da das Merkmahl, wovon der Nahme vonden ersten Spracherfindern entlehnet wurde, keinwesentliches Merkmahl, sondern ein bloß hörbarerUmstand war: so geschahe es sehr oft, daß manhöchst verschiedene Dinge unter einem gemeinschaft-lichen Nahmen vereinigte, welche nichts als denSchall mit einander gemein hatten. Brausen,stürmen, playen, gehen u.s. f. von wie viel ganzverschiedenen Handlungen und Veränderungen wer-den sie nicht gebraucht! Man würde sich irren,wenn man das eine Figur oder figürliche Bedeu-tung nennen wollte, was nach dem Ursprünge undTone des Wortes mit zu dessen eigentlichen Bestim-mung gehörete. Man kann daher einen Gattungs-nahmen, ohne dem Ohre Gewalt zu thun, nichtleicht über Gränzen ausdehnen, welche er seiner Be-stimmung nach haben sollte. Warum stutzet man,
wenn