Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
302
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zc,2 i.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.

diium selbst. Siehe im folgenden die iehre vondein Plural.

Erklärung §. 128. Die Gattungswörter haben ihren Ur-der Cvlle- sprung allemahl von einem Andividuo, und könnenctiven, daher, wenn sie gleich, der Natur der Sprache nach,ihre individuelle Bestimmung wieder verlieren, ihreSelbständigkeit entweder durch den Zusammenhangder Rede oder vermittelst des Artikels sehr leichkwieder erhalten. Nicht so die Gammelwöneroder Collecriva, welche gleich anfänglich durch eineunbestimmte Menge solcher Dinge veranlasset wur-den, in welchen man nichts einzeleö unterscheidenkonnte oder wollte: N>asser, tVein, Aorn, N)ei-yen, Obst, Sand, Sraub, Mehl, Volk, Heer,Schaar u. s. f. Sie werden daher auch jetzt nurnoch von einer solchen unbestimmten Menge ge-braucht, und können nie eines oder mehrere Jndi-vidua ihrer Menge bezeichnen, weil der Begriff derMenge von ihnen unzertrennlich ist. Sie würdendaher auch weder des Plurals noch des Artikels«hig seyn, wenn sie nicht zugleich diese ganze unbe-stimmte Menge, als ein Individuum oder selbstän-diges Ganzes bezeichnen könnten, in welchem Fallesie sowohl den Artikel, als auch von mehrern solcherSammlungen oder auch von mehrcrn Arten denPlural leiden: der Sand am Meere, gebrann-te tVasser, süßelVeine, große Heere, zahl-reiche Schaaren. Manche Wörter werdeil nurim Plural collective gebraucht, und diese sind cigent.lich Gattungswörter, wie Leute, wovon der Sin-gular ein L.em noch in einigen Oberdeutschen Ge-genden gangbar ist, Erbsen, Linsen u. s. f. Vonmanchen lassen sich vermittelst der Vorsyibe ge neueCollectiv« bilden, sowohl eine unbestimmte, als auch,eine gewisse bestimme Menge zu bezeichnen; das

Gewässer,