Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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2. Dessen Bildung. §. 1Z5. Z15

dem abgeleitet; z. B. ob der Wurzellaut her durchHinzufügung des 5 für sich allein zu dem Wortej^er; ausgebildet worden, oder ob man ihn durcheben dieses z mit Bewußtseyn und nach einer dunkelempfundenen Ähnlichkeit voll her abgeleitet, unddiesen Wurzellaut dadurch eben so bestimmt, als inSchmerz, Harz u. s. f. Da sich dieses jetzt nichtmehr in allen Fällen bestimmen läßt, so werde ichunter den Ableitungslauten nur diejenigen anführen,welche mit Gewißheit als solche angesehen werdenkönnen.

§. 1Z5. 1. Die Gattungsrvörter werden sowohl 1. Der Gab-vermittelst der Vorsylben als der Nachsylben abge-leitet. Die mit Gewißheit bekannten Vorsylbenfür die Substantiven sind de und ge und ihre Wur-zellaute b und F. Man könnte ihrer mehrere an-nehmen, weil in einem jeden Worte, welches sich mitzwey oder drey Cousonanten anfängt, der erste oderdie zwey ersten als spätere Zusätze augeschen werdenkönnen, welche zur genauen Bestimmung des Wor-tes hinzu gekommen; (S. Kap. 2. §.57.) allein, dader Nebengriff, welchen sie zu dem Worte hinzu ge-bracht, jetzt sehr dunkel und unbestimmt ist, außerdaß das fund sch vor einem p, rv, r, r u. s. f. eineVerstärkung bedeutet zu haben scheinet, sprechenvon brechen, stammen von Daum, Damm,schreiben von reiben, schweben von weben: soist man genöhiget, alle dergleichen Wörter mehr fürausgebildete als für angekleidete oder abgeleite-te Wörter zu halten.

Die Vorsylbe be ist eigentlich eine Ableitungs-sylbe für die Verba, und die meisten Hauptwörter,vor welchen sie sich befindet, stammen eigentlich vonVerbis ab: Bedürfniß, Behälter, Behältniß,Behörde. Manche Hauptwörter dieser Art schei-nen