Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
324
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)24 l.TH. 2.Abschtt. 2.Kap. Substantiv.

Halstng, ein Halsband, Aimming, bey denBött-6)ern. In einigen ist diese Sylbe in ung überge-gangen, Hornung. Die Englische Endung inx,sowohl für die Participia Präsentis, als auch fürdie Verbalia abstracta, ist, so wie unsere Deutscheabstracte Ableitungssylbe ung, genau damit ver-wandt.

um, eine Person weiblichen Geschlechtes, weib-liche Hauptwörter von mannlichen abzuleiten: Chri-stinn, Poetinn, Fürstinn, Königinn, Herzo-ginn, Diebinn, Enkelinn, Feindinn, Nach-barinn. Sehr häufig und fast ohne Ausnahmeleiden diese Ableitung die abgeleiteten auf er, wenndiefe Sylbe eine männliche Person bezeichnet: Vürsgerinn, Mäklerinn, Kaiserinn, Daderinn,Künstlerinn, Sünderinn, Römerinn, Berli-nerinn, Schweizerinn, Engländerinn. Ei-nige haben dabey den Umlaut, Väl!erinn,Schwä-gerinn, Männinn, Gräfinn, Närrinn, Kö-chinn. Wenn sich der männliche Nahme auf ererendigt, als Gotteslästerer, Plauderer, Zaude-rer, XVandercr, Wucherer, so fällt, um desWohllautes willen, das eine er weg: Gottesläste-rinn, plauderinn, Zauberinn, Wanderinn,5Vucherinn. Wem diese Weglassung anstößigist, muß diese Wörter ganz vermeiden, denn Gor-teslästererinn, Zaubererinn, tllänyrerinn klin.gen unerträglich. Wenn das männliche Wort dasmildernde e am Ende hat, so fällt dasselbe gleich--falls weg,.weil das folgende i dessen Amt verrichtet:Türkinn, preussmn, Däninn, Sachstnn, Jü-dinn, Schwäbinn, Französinn, von Türke,preusse, Sachse, Jude, Schwabe, Franzose.Auch Thiernahmen bekommen diese Sylbe dasweibliche Geschlecht zu bezeichnen: Eselinn, Wöl-finn,