Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
325
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2. Dessen Bildung. §. 196. Z25

finn, Hündinn, L.öwinn, Tiegerinn, Bärinn.Die Jäger und das gemeine ieben, wo es am öf-tersten nothwendig ist, die Thiere nach dem Ge-schlechte zu unterscheiden, haben noch mehrere der-gleichen Nahmen, die die Büchersprache oft nichtkennet, aber auch nicht tadeln darf, weil sie völliganalogisch sind: Häsinn, Dächsinn, Lüchsinn,L.uchsinn, Störchinn. Wenn ein Thiernahmediese Ableitung nicht leidet, so muß man das Ge-schlecht durch die Ausdrücke Männchen, N?eib-chen, ein Ar, eine Sie, männlich und weiblichbezeichnen. Wenn ein männlicher Verhältnißnah-me einen eigenen weiblichen hat, so fällt diese Ab-leitung ohnehin weg: Vater und Murrer, Sohnund Tochter, Herr und Frau, denn Herrinn istnur in einer andern Bedeutung üblich, Anecheund Magd, Vetter und Muhme, ÖheimuudVase, Bruder und Schwester, Vock und Zie-ge, Hahn und Henne, Mittwer und TVittwe.Da die Adjective eine eigene Endung für das weib-liche Geschlecht haben, so leiden auch sie diese Ablei-tungssylbe nicht; daher Verwandtinn, Anver-wandtini?, Bckanntinn, Geliedtinn, Heili-ginn, Gelehrcinn, Meltweisinn, für Verwand-te, Anverwandte, Bekannte, Geliebte, Heili-ge, Gelehrte, tVeltweise fehlerhaft sind. Wennman die Gemahlinn eines Gesandten Gefandcm»nennet, so geschiehet es bloß, um sie von einer Ge-sandren, d. i. einer mit Vollmacht abgeordnetenweiblichen Person, zu unterscheiden. Einige Wör-ter leiden bey dieser Ableitung allerley Veränderun-gen, Vormünderinn für Vormündinn, vielleichtvon einem veralteten männlichen Vormünder.In den fremden Prinzessinn, Varonefsinn, vonkrmcetle, Lsrvnellc, hat man der ausländischen

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