Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
336
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ZZ6 i.TH.2.Abschtt. 2.Kap. Substantiv.

den, und leiden alsdann auch den Plural, die Gott ?heic, Gott selbst, Einheit, ein einfaches Ding,Thorheit, eine thörichte Handlung, Gemeinheit,sowohl eine Gemeinde, als ein ihr gehöriges Grund-stück/

keit, ohne Zweiffel von dem vorigen weiternicht, als durch den stärkern Gaumenlaut, verschie-den. Es wird um des Wohllautes willen nur den-jenigen Adverbien angehänget, welche sich auf bar,er, haft, ig, lich, los und sam endigen, ihre Be-schaffenheit als selbständig darzustellen: Dankbar-keit, Brauchbarkeit, Srrafbarkeit, Dienstbar-keir, Ehrbarkeit, Fehlbarkeic; Bitterkeit, Hei-terkeit, Munterkeit, Lauterkeit; Billigkeit,Bündigkeit, Ewigkeit, Freudigkeit, Gütig-keic; Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Friedlich-keit, Häuslichkeit, Häßlichkeit; Grausamkeit,Einsamkeit, Friedsamkeir, Sparsamkeit. Dochkommt von sicher Sicherheit und von albern so-wohl Alberkeit, als Albernheit. Wurzelwörterunddie Abgeleiteten, die sich auf haft und los endigen,müssen vorher durch die Sylbe ig verlängert werden,ehe sie das keic annehmen können : Frömmigkeit,Süßigkeit, Feuchtigkeit, Mattigkeit, Drei-stigkeit, Festigkeit, Gerechtigkeit, Reinigkeit,von den Adverbien fromm, süß, feucht, matt,dreist, fest, gerecht, rein; Gewissenhaftigkeit,Herzhaftigkeit, Standhafrigkeic, Gottlosig-keit, Lieblosigkeit, Ehrlosigkeit, Sinnlosigkeit.Da das ig hier nicht ganz sinnlos ist, sondern we-nigstens etwas von seiner eigenen Bedeutung mit-bringet, so sind die von einem und eben demselbenWorte mit verschiedenen Ableitungssylben gemach-ten Abstracta nicht völlig gleich bedeutend: Mein-heic wird nur abstract, von der kleinen Beschaffen-heit,