Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
337
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2. Dessen Bildung. §. 1Z9. 337

heit, Alcinigkeic aber nur concret, von einer klei-nen unbedeutenden Sache gebraucht. Von demGebrauche dieser Ableitungssylbe zu neuen Ablei-tungen S. mein Wörterbuch.

niß, eine sehr alte Ableitungssylbe, Beschaffen-heiten und Handlungen als Zustande und selbstän-dig darzustellen; sowohl von Adverbien, Ginstersnip, MUdniß, Geheimniß; als auch, und zwarnoch häufiger, von VerbiS, Läulniß, Argerniß,Hinderniß, Erlaubniß, Betrübniß, Begäng-nis?, Bündniß, Geständniß, Gedächtniß, Be-fugnis). Wenn sich die Wurzel des Verbi bereitsauf ein n endigt, so wird, um des Wohllautes wil-len, noch ein t zwischen beyde eingeschoben, Er-kenntniß, Bekenntniß. Die meisten bekommenden Umlaut, viele aber auch nicht; manche sindaus dem Participio Präteriti gebildet, und werfenalsdann das r und en gemeiniglich weg, wie inGeständniß, Begängnis), Bündnis); behalten aber auch in vielen, wie in Gedächtniß, Be-wandtnis), Vermächtnis). Viele werden auchconcret gebraucht, und bezeichnen alsdann einDing, Subject, welches aber keine Person seyndars, Fahrniß, bewegliche Habe, Begegniß,was uns begegnet, Vermächtniß, was uns ver-macht worden. Ein mehreres S. in meinemWörterbuche.

sal, eine alte dunkele Ableitungssylbe, welchevon dem coucreten sel noch verschieden zu seyn schei-net, uud einen Zustand bedeutet; indessen ist sie nurnoch in einigen wenigen üblich, worunter Trübsalund Drangsal, vielleicht auch Schicksal, die vor-nehmsten sind.

A5el.D.Spr. P silM,