Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
338
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ZZ8 I.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.

stlM, same, eine Beschaffenheit selbständig, ei-nen Zustand, nur noch in einigen wenigen, der Ge-horsam, die Gerechtsame, der Gewahrsamoder die Gewahrsame. Die Gewaltsame istnoch im Oberdeutschen gangbar, wo diese S»lbeauch Collectiv« bildet, die Genofsame, die Ge-nossenschaft, die Bauersame, die Bauerschaft, in»gleichen Concreta, der Genossam, ein Genoß»

schüft, eine Beschaffenheit, einen Zustand:Bereitschaft, Feindschaft, Freundschaft, End-schaft, Bekanntschaft, Knechtschaft, Gefan-genschaft, Rechenschaft, Wissenschaft. Sieheauch die Collectiva, welche sie gleichfalls bilden hilft.

st, ein alter Ableitungslaut, welcher mit ft unddem folgenden t vermuthlich einerley ist, einen Zu-stand zu bezeichnen. Die Wörter dieser Art stam-men insgesammt von Verbis ab: 'Angst, von demveralteten angen, Zäunst, von können, Brunstoder Brunft, von brennen, Gunst, von gön-nen, Gewinnst, von gewinnen, Dienst, vondienen, Lernst, Hengst, Herbst, von unbekann-ten alten Verbis, Verlust, von verlieren oder Ver-liesen, Durst, von dem alten daren, Schwulst,von schwellen.

t, eine gewirkte Beschaffenheit, einen Zustand,gleichfalls von Verbis, verwandt mit er und t, derBiegungssylbe des Participii Präteriti. Arzt,von arzen, wenn es nicht von »nilla ist. Wenndas Wurzelwort ein g oder h hat, so gehen diesel-ben gemeiniglich in das härtere ch über, und dasabgeleitete Wort bekommt den geschärften Ton,wenn gleich das Stammwort gedehnt ist: Macht,von mögen, Pracht, von prangen, oder brechen,

glänzen,