Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
339
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2. Dessen Bildung. §. 1Z9. ZU

glänzen, Fuchc, von zeugen und ziehen, Ge-wicht, von wiegen, Gerücht, von dem alten ru-chcn, Schlacht, von schlagen, Tracht, von tra-gen, Flucht, von fliehen, Gicht und Gesicht,von sehen, Verzicht, von verzeihen, Sucht,von siechen, Pflicht, von pflegen, N^achr,Frucht, Rnechr, Fracht u. s. f. von unbekanntenStammen. Nur von jagen kommt im Hochdeut-schen Jagd, welches um des weichern Hauptlauteöwillen das d annimmt, wie Magd und i-llahdvon mühen, und daher auch den gedehnten Ton be-halt, dagegen das Holländische ^aclne, welches dochdie Niedersachsen mit den Hochdeutschen beständigJagd schreiben, geschärft lautet. Um dieses ge-dehnten Tones willen scheinet man in Jagd das gbeybehalten und demselben statt deör das weicheredzugesellet zu haben.

tl)UM, die alte schon bey den Collectivis ange-führte Ableitungssylbe, gleichfalls eine Beschaffen-heit als beständig, einen Zustand, eine Würde zubezeichnen: Eigenthum, Alterthum, priesier--thum, Reichthum, Wachsthum, Christen-thum . Viele andere gleicher Art, Süßrhum fürSüßigkeit, tVißrhum für Weisheit, Todesthmnfür Sterblichkeit, L.eideigenrhum für Leibeigen-schaft u. s. f. sind jetzt veraltet.

UNg, eine sehr fruchtbare Ableitungssylbe, wel-che mit dem concreten ing nahe verwandt ist. Siebildet Abstracta von Adverbiis, Theuerung, nochmehr und eigentlicher aber von Verbis, die Hand-lung und den darin gegründeten Zustand selbstän-dig auszudrucken. Sie werden von den Infiniti-ven mit Wegwerfuiig ihrer Biegungssylbe en ge-

S) 2 bildet: