Z74 i.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.
Bann, Bau, Rnall, Bräutigam, Vorwand,Lohn, Tausch, Zxanf, List, Taufe, BurF,Mund, Nachdruck, Aufruhr, Strand, Schar;,so fern es Abgabe bedeutet, und andere mehr, de-ren Plurale doch entweder ehedem gangbar wa-ren, oder noch jetzt in den Mundarten und im ge-meinen Leben üblich sind, und daher auch in derSchriftsprache, wenn eö nöthig ist, gebraucht wer-den können.
Und olme §. 162. Hingegen gibt es viele Gattungswör-Ewgulir. ter, welche im Hochdeutschen nur allein im Pluralüblich sind, entweder, weil manan den Dingen, wel-che sie bezeichnen, nichts einzeles unterscheiden konnteoder wollte, daher die Wörter dieser Art eigentlichzu den Collectiven gehören; oder auch, weil manselten Gelegenheit hatte, manche Dinge anders, alsin der Mehrheit, zu sehen, daher der Singular un-gewöhnlich ward und blieb. Wörter beyder 'Artensind z. B. die Gefälle, Einkünfte, kosten, Un-kosten, Mrern, Ahnen, Alpen , von welchen bey-den der Singular doch in Oberdeutschland gangbarist, die Röcheln, Beinkleider, Höfen, ob eSgleich in der Bedeutung eines Gefäßes den Singu-lar, die Hose, hat, dieN>affen, Schranken, Ge-brüder, ein wahres Collectivum, Ariegesläufte,Zeitläufte, Nijse, Gerechtjame, von dem unge-wöhnlichen Singular der Gerechtsam, oder dieGerechtsamen, wenn der Singular die Gerecht-fame angenommen wird, die Gliedmaßen, dieAaldaunen, u. a. m. zu welchen man auch diefremden, Spesen, Sporteln, Annaten, Re-pressalien, Inslgnien, u. s. f. rechnen kann. Vonandern ist der Singular wirklich nicht nur vorhan-den, sondern auch üblich, ob sich gleich selten Gele-genheit findet, ihn zu gebrauchen, daher die Wörter