Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
377
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4« Vom Plural derHauptw. §.165.166. Z77

Honig, Ricn, Schmalz, Fett, Holz, Staub,Fleisch, Blut, Gift, Gold, Silber, Elfen-bein, Mark, Mchl, Butter, Stroh, wachs,Milch, Asche, Erde, Luft, Schnee, u. s. f.Und von moralischen: Deute, Raub, Tand,Pöbel, pur;, u. s. f. Einige schmelzen mit den Col-lectivs zusammen, und werden alsdann nur alleinim Plural materialiter gebraucht: ein SchejfelErbsen, Linsen, N>icden; Zxorallen, Heftn,Molken u. s. f. wovon manche auch zugleich distri-butive oder appellative gebraucht werden können.

§. 165. Hierher scheinen auch die Nahmen so Der Ge-vieler Gewächse zu gehören, welche im Plural zuwei- wiichsnah-len von mehrern Arten, aber nicht distributive, ge- wen.braucht werden können ; vermuthlich, weil sie alsMaterialia betrachtet werden müssen. Dergleichensind z. B. Rlee, Zxrefse, Hanf, Flachs, Gerste,Hafer, Fenchel, Spargel, Aümmcl, Hopfen,Knoblauch, Rohl; welchen man dieGattungö-wörter pflanze, Staude u. s. f. beyfügen muß,wenn man sie distributive brauchen will, eineÄxohlpflanze, eine'pflanze Knoblauch, einStock Spargel. Sie leiden den Plural im di-stributiven Verstände nicht einmahl, wenn sie gleichaus Gattungswörtern zusammen gesetzt sind, wieBingelkraut, Geißbart, Bocksbart, Drey-blatt, Fieberwurz.

§. 166. Ei»ie andere Art von Marerialibusscheinen diejenigen Nahmen zu seyn, welche eine Gewicht-Zahl, ein Maß, ein Gervicht und oft auch eine nahm?».Zeit bedeuten, und, so oft sie ein bestimmtes Zahl-wort vor sich haben, keinen Plural leiden, so sehrauch jenes denselben zu erfordern scheinet; ohne

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