Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
391
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5. Von der Declination. §. 172. 391

nen diesen Unterschied nicht, sondern haben für alledrey Personen nur einen und eben denselben Ca-sum, den Nominativ, dagegen andere für da6Subject der zweyten Person einen eigenen Casumhaben, und denselben alsdann den Docäriv nen-nen. Die Deutschen unterscheiden das Subject derzweyten Person nur in dem einigen Falle von derersten und dritten, wenn ein männliches Adjectivals ein Substantiv gebraucht wird, großer Gelehr-ter! mein Deutscher! daher sie auch nur in die-sem einigen Falle einen wahren Vocativ haben.In allen übrigcnFällen ist derselbe von dem Nomi-nativ nicht unterschieden, denn daß ihm zuweileneinige andere Wörterchen vorgesetzt werden, z.B.<>, ach, mein, ihr u. s. f. verändert an dem Worteselbst nichts, und kam; daher auch keinen Casumausmachen.

2. Für das prädicat allein.

(1) Das Verhältniß des leidenden Gegenstan-des, oder desjenigen Dinges, worauf sich der Bc-griff eines thätigen Verbi unmittelbar beziehet, wor-auf es unmittelbar wirkt; welcher Casus der Accu-sativ heißt.

(2) Das Verhältniß desjenigen Dinges, aufwelches sich der Begriff des Verbi nur durch einenUmschweiff beziehet, welches von der durch das Ver-bum bezeichnetenVeränderung entwedcrNutzen oderNachtheil hat. Da dieses Ding gemeiniglich einePerson ist, so nennet man es auch den persönli-chen, jenes aber den sächlichen Gegenstand,wenn gleich das erstere eine Sache und dieses einePerson seyn sollte. Der Casus, welcher dieses Ver-hältniß ausdruckt, heißt der Dativ.

Bb 4

z. Ss-