Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
441
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5. Von der Declination. §.198. 441

Greis, Hahn, Kamerad, Txapaun, V.aurz,Leu?, Luchs, März, Mai, Pfau, Salm,Schelm, ^chnx'.n, Spund, Srahr, ein Vogel,Stieglitz , Storch, Strauß, ein Vogel, Unter?than, tViedhopf, und vielleicht noch andere nachdieser Declination, welche aber im Hochdeutschennach andern üblicher sind.

Noch verdienen die Wörter Ost, Süd, N)estund 57?ord eine Anmerkung, welche gemeiniglich,obgleich irrig, zu dieser Declination gezogen werden.1. Wenn diese Wörter von der Himmelsgegend ge-braucht werden, so nehmen sie allemahl die Ablei-tungssylbe en an sich, und scheinen alsdann wahreAdverbia zu seyn, weil sie.nur allein mit Präposi-tionen, nie aber mit dem Artikel gebraucht werdenkönnen, von Asten, aus Süden, nachtVc--fren, gegen worden. Die Ableitungssylbe istalsdann eben dieselbe, welche in oben, unten, hin-'ren, vornen, von außen, von innen, von hin-nen, u.s. f. Umstandswörter bilden hilft. Zwarsagt Notker cis? Olien, die Gegend gegen Morgen,worin ihm einige der neuern Dichter nachgesalzetsind:

Niemahls müsse das Licht den wolkichten (wol-kigen) Ostcn bepurperii, Aachar.

Allein es ist doch solches sehr ungewöhnlich und da-her nicht nachzuahmen, und wenn diese Wörter als-dann ja als Substantivs gebraucht werden sollten,so müßten sie nicht zu dieser, sondern zur vorigendritten Declination gehören, der (!)sren, des(Dsrens u. s. f. Der große Buchstab, mit welchemman sie von Alters her schreibt, kann sie allein nichtzu Substantiven machen, da sie als wahre eigeneNahmen denselben mit Recht fordern können.

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