Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
443
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5. Von der Declination. §. 199.200. 44z

§. 199. 4. Endlich gehören hierher alle diejeni-gen Wörter, welchen man nach dem Vorgange eini-ger Oberdeutschen Gegenden die Ableitungssylbe imNominativ des Singulars abzubrechen pflegt, wieDaum, Gauin u. s. f. von welchen schon bey derdritten Declination gehandelt worden.

Fort«sctzuttg.

Fünfte Declination.

Singular.Nomin. e.Genit. ens, ns.Dat. en, n.Accus. en, n.

Plural.Nomin. en, n.Genit. en, n.Dat. en, n.Accus. en, n.

§. 200. Diese ist aus den beyden vorigen De-clinationen entstanden , oder vielmehr nur als einAnhang der dritten anzusehen, indem sie aus lauterWörtern dieser Declination bestehet, welchen manim Nominativ der Einheit die Ableitungssylbe e»rgenommen, sie ihnen aber in den übrigen Endungengelassen hat, daher sie bis aufdicsen Nominativ völ-lig mit der dritten überein kommt. Sie ist indes-sen der Hochdeutschen Mundart vorzüglich eigen,indem im Oberdeutschen die aus solche Art im No-minativ verkürzten Wörter insgesammt nach dervierten gebeuget werden. Ob solches richtiger oderqnalogischer ist, lasset sich leicht entscheiden, wennman nur erwäget, daß das s des Genitives der cha-rakteristische Biegungslaut der dritten Declinationist, welcher nicht wegfallen darf, wenn gleich dieAbleitungssylbe im Nominativ verbissen wird. WerGlauben, Nahmen, Schaden, XVilleu u. s. f.im Genitiv Glaubens, Nahmens, Schadens,VOillens u. s. f. bieget, muß ihnen auch diese Bie-gung lassen, wenn er gleich die Ableitungssylbe im

Nomi-

Füufte De»«Unarts».

Ihr Cha-rakter.