444 i.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.
Nominative verschweiget. Indessen haben dieHochdeutschen diese richtigere Declinanon nur ineinigen wenigen Wörtern wieder hergestellet; in denmeisten übrigen haben sie die Oberdeutsche Form be-halten, und biegen daher selbige nach der vorigenvierten, wo sie bereit angezeiget worden. Es laßtsich hieraus zugleich entscheiden, welche Wörter mitRecht zu dieser stinsten Declination gezogen werdenoder nicht. Mit Recht gehören dahin nur solcheWörter, welche ursprünglich im Nominativ die Ab-leitungssylbe en hatten, und mit derselben der drit-ten Declination folgten; mit Unrecht aber, alle die-jenigen, welche kein erweisliches Recht auf diese Ab-leitungssylbe haben, ob sie gleich, besonders im ge-meinen ieben, hausig nach dieser Declination gebeu-get werden, wohin Hirte, Junge und Anabe ge-hören, welche eigentlich zur vorigen vierten gehören.Die wenigen Wörter dieser Declination sind übri-gens von gedoppelter Art.
Wörter die- H. 201. 1. Solche männliche Wörter, welchenftr Decli- u?M an Statt der im Nominativ genommenen Ab-natlv». leitungssylbe im Hochdeutschen das mildernde e an-gehänget hat. Diese sind mit Gewißheit:Friede.
Funke, auch nach der vierten.
Fußstapfe, oder auch nur Lußstapf, obgleich
der Singular nur selten vorkommt; vielleicht
richtiger nach der vierten.Gedanke.Glaube.Hausse.
Aarpfe, auch nach der vierten, aber am häu-figsten vollständig, derRarpfeu.
Nahme,