Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
480
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4Zo i.TH. 2.Wschn. 2.Kap. Substantiv»

Nominatives in der Einheit zu bezeichnen, welchesim Deutschen nicht ausgedruckt wird: cau-al i>,car-oin-al-iL, ^niin-ui-a, k^l^-iLiil-U8, cg^ell.

not.gr.iuü; wo die letzte Sylbe allemahldie Biegungssylbe für den Nominativ, die vorletzteaber die Ableitungssylbe ist.

, Auf die Kenntniß dieses Unterschiedes beruhetnun der ganze Handgriff, die fremden Wörter zurDeutschen Declination geschickt zu machen. Sollensie aufDeutschc Art, d.i. mit Deutschen Biegungs-sylben, decliniret werden, so müssen sie DeutschenWörtern in der Form ähnlich sey«?. Da nun diesekeine Biegungssylbe für den Nominativ haben, somuß ihnen diese erst genommen werden. DieAblei«tungSsylbe dars nie weggenommen werden, weil siezum Wesen des Wortes gehöret, und der Begriffdadurch verstümmelt werden würde. Es scheint,daß auch die Geschlechtssylbe eben so nothwendigwäre; allein, da sie sehr oft wegfallen kann undmuß, so scheint sie in solchen Fällen nicht ursprüng-lich eine Geschlechtssylbe, sondern nur Biegungssyl-be für den Nominativ mit Bezeichnung des Ge-schlechts, zu seyn.

Die allgemeine Regel für die Deutsche Declina-tion fremderWörter ist also diese: die Ableitungssyl-be darf nie weggeworfen werden; die Biegungsfylbeaber muß vorher weggenommen werden, ehe einWort auf Deutsche Art decliniret werden kann. Istdie Ableitungssylbe zugleich Biegungsfylbe, welchessehr oft der Fall ist, z. B. inLAili-cr, imuii^er,ex^m-en, iiolii-en, kilc»»!,, ^sn-ux, esrc-er,fst-u-«, vei b-um, fo darf sie gleichfalls nicht weg-geworfen werden; und da solche Wörter selten ge-schickt sind, Deutsche Biegungssnlben anzunehmen,

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