5O6 i.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.
Fehlerhafte §. 226. Nunmehr lässet sich auch einsehen, wieDe lmo- unschicklich die von vielen versuchte und empfohln?
lateinisches oder Griechisches abgeleite-derWorter. W^^^ mit Beybehaltung seiner Endung für denNominativ, auf Deutsche Art zu decliniren: dasVerbum, des Verbums, das Nomen, desNomens, der Alumnus, des Alumnufses, demAlumnufse, die Alumnufse, des Cacechismus-ses, die Carechismusse u. s. f. Die Deutschen Substantivs haben keine eigene Endung für den No-minativ, die Griechischen und lateinischen aber ha-ben sie, wenn sie abgeleitet sind, allemahl, und sieist entweder bloße Biegungssylbe für den Nomina-tiv, oder Ableitungs- und Biegungssylbe zugleich.Des Alumnufses druckt also das Verhältniß desNominatives und Genitives zugleich aus, jenes miteiner lateinischen und dieses mit einer Deutschen Biegungssylbe; eben so bezeichnet die Alumnufseden Nominativ in der Einheit und in der Mehrheitzugleich. Noch barbarischer ist es, dem Nomina-tiv des Singulares zur Bildung des Plurales einenBiegungslaut anzuhängen, welcher nicht einmahlDeutsch, wenigstens nicht Hochdeutsch ist: die Ver-bums, Adverbiums, Nomens, Pronomensu. f. f. läßt sich die fremde Biegungssylbe nichtwegnehmen, oder die Ableitungssylbe nicht mit ei-ner Deutschen ersetzen, so ist kein anderer Weg übrig,als solche Wörter auf lateinische Art Zu decliniren,des Verbi, dem Adverbio, die Nomina ,Alumni. Ungelehrten kann man es allenfalls nach-sehen, wenn sie den Nominativ jeder Zahl durch alleEndungen gebrauchen und den Cafum bloß durchden Deutschen Artikel bezeichnen: das Verbum,des Verbum, dem Verbum; die Verba, derVerba, den Verba . Aber einem Gelehrten, welcher
wissen
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