5. Von der Declination. §. 228.' 5»
lateinischen Nahmen einschränkt, und für diese dieLateinische Declination mit Verwerfung aller übri-gen Arten, und besonders der Verkürzung der frem-den Nahmen, empfiehlet. Lange nach ihm versuchteHerr 17?ajr in dem ersten Theile de6 DeutschenSprachforschers die Declination der eigenenNahmen zu lehren, allein er bleibt bloß bey Deut-schen Nahmen stehen, und lehret auch diese theilsunrichtig, theils nach dem Gebrauche seiner Provinzbeugen, wie aus dem folgenden erhellen wird. Esist daher desto nothwendiger, hier davon umständlichzu handeln, je schwankender der Gebrauch in diesemStücke ist, und je mehrere Fehler daher gemeinig-lich begangen werden.
Alle eigene Nahmen, sie seyn nun Nahmen derFlüsse, oder der Länder, oder der Örter oder der Per-sonen, sind von gedoppelter Art. Sie sind entwederaus Sprachen entlehnet, welche die vollständigstebekannte Declination, folglich eigene Biegungs-sylben für den Nominativ haben, oder sie kommenaus Sprachen her, welche keine so vollständige De-clination, wenigstens keine eigene Biegungsjylbenfür den Nominativ haben. Von der erster« Artsind die Griechischen und Lateinischen Nahmen, vonder letztern aber alle Nahmen aus derDeutschen undandern sowohl ältern als neuern Sprachen. DiesenUnterschied muß man nicht aus den Augen verlie-ren, wenn man in der Declination eigener Nahmennicht Fehler begehen will.
Dieß voraus geseht lassen sich alle eigene Nah-men auf dreyfache Art decliniren: i. Vermittelstdes Deutschen Artikels, so daß der Nahme unver-ändert bleibt: Schwarz, des Schwarz, demSchwarz, den Schwarz; Salomo , des Sa-lomo, dem Salomo, den Salomo . 2. Nach
ihrer