Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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514
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514 i. TH. 2.Abschn. 2. Kap. Snbsiantl'v.

wenn man mit Ehrerbiethung von einer Personzu sprechen Ursache hat, sich desselben lieber enthalt,und den eigenen Nahmen entweder selbst deeliniret,wenn er es verstattet, oder ihm ein appcllatives Ehren-wort beyfüget. Für die GcuuIthuung des Chrissius, die EmpfänIniß der Maria, der Todder Maria Theresia , die Gelehrten Republikdes Rlopjtocd, sagt man besser, die Genug-thuung Christi, die Empjangniß Mari«, derTod Mariä Theresia, Nlopstocts GelehrtenRepublik; und mit noch mehr Achtung und Wür-de, die LLmpfängniß der Jungfrau Maria,der Tod der Kaiserinn Maria Theresia , dieGelehrten Republik des Herrn Älopsroek.

Diesen Fall der Geringschätzung ausgenommen,lassen sich alle eigene Personen-Nahmen mit demArtikel decliniren, sowohl einheimische als fremde,und unter diesen die Griechischen und lateinischen,sowohl verkürzt als vollständig: der Scharfsinndes L.cibnilz, die Dogmatik des Vaumgarten,die «Dden des Horaz , die Merke des Vitruvius.

Nahmen §. 2Zl. Alle eigene Nahmen sind ursprünglichder Flüsse, Gattungsnahmen; allein durch den Gebrauch sind sieLänder und ^ das Bewußtseyn ihrer Allgemeinheit gekommen,und man betrachtet sie daher als bloße Nahmen indi-vidueller Dinge, und dieß gilt vornehmlich von denNahmen der Personen, Länder und bewohnten Örter.Allein bey den Nahmen der Völker, Flüsse, Gewäs«ser und unbewohnten Örter, dergleichen z. B. Ber-ge und Wälder sind, hat sich ihre Allgemeinheitnoch am längsten erhalten, daher sie nicht anders,als mit dem Artikel, decliniret werden können. Danun diese? hier nicht bloßes Zeichen der Biegung,sondern der Selbständigkeit ist, so können solche

Nahmen