Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
520
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52V I.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.

lis, Adonis u. s. f. müssen also unverändert blei-ben. Wenn sie aber an Lateinischen Wörtern aufeine bekannte Ableitungssylbe folgt, so scheinet siebloß Biegung zu seyn, daher sie auch alsdann weg-fallen kann. Marcial, Iuveual, Pasqual.

ius, ist nicht ganz Biegung, wenigstens scheintdas i ein wahrer Ableitungslaut zu seyn. Indessensind doch die Verkürzungen Gvid, Horaz , Pro-per;, Tiber , Virgil, Vincenz, Äsculap, Tarsquin, Auson, pacuv, Teren;, Lucil, Lucrez,Sallust, Vitruv , Manil, Valer u. s. f. in denneuern Zeiten allgemein gangbar geworden. Dochsperren sich noch glücklich, Emmis, Vasilius,Vlasluö, Claudius, Cornelius, Eusebius , Lisvius, Demcmus, persius, Confucius und an-dere mehr. Theodos und Disnys können, wegendes ursprünglich weichen s am Ende, nur einem ver-wahrlyseten Gehöre erträglich lauten, polyb undzEuseb sind außerdem noch wahre Verstümmelun-gen, weil hierein sehr bekannter wesentlicher Theilder Zusammensetzung weggeworfen worden, dahersie auch dem gemeinsten Kenner des Griechischen an-stößig seyn müssen. Indessen lassen sich manchevon diesen Wörtern auch unverkürzt in den CasibuSobliquis nach der folgenden dritten Art biegen: Ap-plus, Appiens, Appien. So auch polybius,Äccius u. s. f. Wenn es gleichlautende Wörterauf a gibt, welche eben so gebeuget werden müssen,so ist diefe Declination, zur Vermeidung aller Ver-wirrung, freylich nicht anzuwenden, indem z. B.Corneliens eher auf den weiblichen NominativCornelia, als auf den männlichen Coruelius,führen würde.

an Griechischen Nahmen kann nicht weggewor-fen werden, doch leiden dergleichen Wörter den Deut-schen