Von den Zahlwörtern. §. 265.566. 567
Neutrum eins (nicht eines): eins, zwey, dreyu. s. f. Hunden und eins, einmahl eins ist eins,«s schlägt eins. Bestimmt es aber die größereZahl als etwas Unselbständiges, so lautet es jeder-zeit ein: ein und zwanzig, ein hundert, einrausend, S. §. 262. Da die Einheit nicht viel-fach seyn kann, so ist auch das Zahlwort ein keinesPlurales fähig. In einigen Oberdeutschen Gegen-den aber wird das Adjectivum ein im Plural ge-braucht, die einen; für einige, oder auch der eineTheil, wie das Französische ie^ unx, im Gegensatzeder andern; allein im Hochdeutschen ist dieser Ge-brauch ungewöhnlich und fehlerhaft.
§. 266. Wenn ein das Zahlwort uud Adjecti- Forr-vum ist, so hat es bestandig seinen bestimmten Ton, fttzung.dagegen der unbestimmte Artikel ein tonlos ist, undseinen Ton auf das Hauptwort wirft: es ist nur einMann da; aber es war einmahl ein Mann.Um nun das Zahlwort ein auch durch die Schriftdesto sicherer von dem Artikcl-zu unterscheiden, wirdes von vielen mit einem großenBuchstaben geschrie-ben, es ist Ein Gott, d. i. nicht mehr als einer,zum Unterschiede von cs ist ein Gort; welcher Ge-brauch doch bey weitem nicht allgemein ist. Ambesten und zuvcrlaKgsren bezeichnet man diesen Un-terschied durch Beysäße, und zwar, wenn die bloßeZahl cmgedemet werben soll, durch die Partikel nnr,oder durch die abgeleiteten Adjective einig und ein-zig: es ist nur ein Gott, es ist nur ein einigerGott, nicht ein einiger, nicht ein einziger;oder wenn zugleich die Identität zu bezeichnen ist,durch den Beysaß dcS Pronominis derselbe: ineinem und eben demselben Hause wohnen;wofür in den niedrigen Sprccharten der nähmlicheüblich ist.
Nn 4 §.267.