Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
571
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Von den Zahlwörtern. §.267.268. 571

mit zween und zwanzig Llmnncrn, zwo unddreyßig Frauen u. s. f. zu beschenken, ohne zu er-wägen, das zwey hier den unselbständigen Zehnerbestimmt, folglich nicht gebogen werden kann; theilsdiese Regelmäßigkeit auch auf die Ordnungszahlauszudehnen, und ein zwcere, zwore, zweyte zumachen, fo sehr es auch wider alle Gewohnheit undAnalogie ist, in einem abgeleiteten Worte dasWurzelwort zu biegen.

Es ist also das Zahlwort zwey im Hochdeut-schen in Ansehung des Geschlechtes eben so unver-änderlich und unbiegsam als die folgenden Zahlwör-ter. Zwar sagt man von drey im gemeinen Lebenalles dreyes, allein dieses ist gedoppelt unrichtig,theils weil drey hier wider seine Natur im Sin-gular gebraucht wird, theils um des wider die Ana-logie davon gebildeteil Neutrius willen. Es ist sol-ches eine ungeschickte Nachahmung des alles bey-des, daher man jenes durch alle drey Stücke u.s. f.umschreiben muß.

Sind nun gleich alle Zahlwörter von zwey an,in Ansehung des Geschlechtes unveränderlich, somüssen sie doch in manchen Fällen die Casus be-zeichnen können; wobey sich doch der Unterschied fin-^./det, daß zwey und drey den Genitiv und Dativ, ^die übrigen Zahlwörter aber nur allein den Dativandeuten können, so daß die Biegsamkeit der Zahl-wörter von ein an stufenweise abnimmt.

§. 268. 1. Unveränderlich in Ansehung des Ca- Declina-sus bleiben sowohl zwey und drey, als alle folgende tio» dcsZahlwörter, wenn sie den bestimmten Artikel oder «"dein Pronomen vor sich haben, weil diese den Casumschon hinlänglich bezeichnen: die Ankunft derzwey Gäste; der Werth der oder dieser drey

Häuser;