Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
572
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572 i. Th. 2. Abschn. 4. Kap.

Häujer; sag es deinen zwey Vrüdern; vonden drey Dieben ward einer gchängec; ausden zwey oder drey ersten Blicken, Gell. Esist daher unrichtig, wenn einige, besonders Ober-deutsche Schriftsteller, das Zahlwort hier biegen:der dreymal dreyen' Schwestern., OpiH ; derdreyer Schwestern, Flemming; seinen rreuendreyen Schäfern, eben ders. Die Declinationder Zahlworter ist bloß ein Hülfsmittel, den Casumin Ermangelung eines andern Merkmahles zu er-kennen. Da dieser nun durch den Artikel und dasPronomen hinlänglich bezeichnet wird, so darf dasZahlwort ihn nicht erst anzeigen. Überdies; sind dieCasuszeichen der Zahlwörter von derjenigen Decli-nation der Adjective entlehnet, wenn sie ohne Artikelgebraucht werden, daher sie sich auch aus diesemGrunde nicht hierher schicken.

2. Wenn zwey und drey ihr Substantivuinaber ohne Artikel und Pronomen bey sich haben, sowerden sie von vielen ohne Unterschied declinirt, undlauten alsdann im Genitiv zweyer und dreyer, imDauv zweyen, dreyen: ich habe es nur dreyenPersonen anvertrauet; wähle dir aus dreyenDingen eines; in dreyen Tagen, 2Mos. 10, 2z;nach dreyen Tagen, Matth. 27, 6z; nur ihremkleinen Sohne und dreyen Grazien, Opitz;von dreyen Dingen kommt am meisten Übelsher, eben ders. nach dreyen Augenblicken, Hag.Allein die Analogie der übrigen Zahlwörter machtauch diese Declination in den meisten Fallen über-flüssig, zumahl da die Präposition und das Sub-stantivuin den Casum schon andeuten. Man sagtdaher richtiger: ich habe es nur drey Personenanvertrauet; wähle dir ans drey Dingen ei-nes u. s. f. Ausgenommen sind hier nur die Falle:

1. Der