Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
583
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Von den Zahlwörtern, §.275.274. 58z

nicht. Im gemeinen Leben sagt man zwar diesesbeydes und jenes beydes; allein, theils leidet dieunbestimmte Art, wie beydes sein Ganzes aus-druckt, diese genane Bestimmung nicht, theils istauch die Declination fehlerhaft, weil eS alsdanndiesi'S und jenes beyde heissen müßte, welchesaber wider den Sprachgebrauch ist; daher sagt manin solchen Fällen lieber, diese beyden Dinge, jenebeyden Stücke.

Man siehet aus allem, daß der Begriff der Zahlin diesem Worte schon in das Adjectiv übergehet,indem derselbe hier als ein concrescirter Umstandbetrachtet wird, daher es auch mit vollständigem De-clinations-Zeichen versehen ist, als andere Grund-zahlen. Die Abstammung dieses Wortes ist nochsehr ungewiß: ein deutlicher Beweis seines hohenAl- .terthumes, S. mein Wörterbuch. In einigen Ge-genden des südlichen Dcutschlandes pflegt man die-ses Wort auch wohl nach dein Geschlechte Zu biegen,deede, bode, beyde; welches diejenigen vermuth-lich sehr regelmäßig finden werden, welche uns daseben daselbst einheimische zween, Zwo, zrvcy,zweece, zrvore, zrveyre, aus eben demselben Grun-de empfehlen, so unregelmäßig und sprachwidrig eSauch ist, theils an den Bestimmungswörtern desSubstantives das Geschlecht im Plural zu bezeich-nen, theils an einem abgeleiteten oder zusammen ge-setzten Worte die erste Hälfte zu biegen. S. §.566.

II. Allgemeine Zahlwörter./

§. 274. Diese bezeichnen den Umfang des Ap- Erklärungpellativi nur allgemein, ohne die Zahl der Einhel- derselbe«,ten bestimmt anzugeben. Sie sind von dreyfacherArt und umfassen cMweder die sämmtlichen unter

Oo 4 einem