7ZO I.TH. 2.Abschtt. 7. Kap.
gehet, besonders bey Neciprocis, sich bedenken,befleißigen, bemühen, begnügen, behelfenu. s. f. 7. Wenn diese Vorsylbe aus Substanti-ven und Adverbiis Verba bilden hilft, so druckt sichdie Übertragung des Begriffes eines solchen Wortesauf einen andern Gegenstand aus, da denn die Fle-xions-Sylben des Verbi das übrige ersetzen: be-ädern, bebändern, beblümen, bedachen, bc-gittcrn, beflügeln, beherbergen, befeuchten,befreien, bereichern, bekräftigen u. s. f. 8. Inden gemeinen Sprechartsn gebraucht man dieseVorsylbe noch hausig, den Nahmen einer Sache,um sie zu ahnden, vermittelst derselben in ein Ver-bum zu verwandeln: Es ist der Herr von Lieb-reich! - - - Ich vvill dich und ihn beliebrei-chen , Weise. Sie behauptet, sie sey die FrauJunkern; aber ich will sie bejunkern, daß siean mich denken foll, eben ders. Die Oberdeut-sche Mundart braucht diese Vorsylbe noch jetzt sehrhäufig, Substantiva , ja ganze Redensarten in Ver-ba activa zu verwandeln, beaugenscheinigen, be-erbtheilen, begenehmigen, beanfragen, bearg-wohnen , bewerkthärigen u. s. f.
Es werden jetzt im Hochdeutschen viele Verba mit dieser Vorsylbe gebraucht, welche ehedem ohnedieselbe üblich waren, und es zum Theil in man-chen Provinzen noch sind: begehren, beschädigen,befestigen, bedeuten, befördern u. s. f. wofürman sonst nur gehren, festen, deuten, fördernsagte; zum Beweise, daß die Bedeutung hier bloßintensiv ist. Oft gehet sie in das bloße b über, wiein bleiben für beleiben, beichten für begichtenund so ferner.
ge, eine Vorsylbe für alle Redetheile, scheinetMS dem bloA verstärkenden Oberdeutschen Hauchs
entsian-