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i.TH. 2.Abschll. 7. Kap.
Wegnahme der Flexions-Sylben, angehänget, undnimmt die BiegungSlaute des Verbi unmittelbarnach sich. Von dem alten schmeichen, welchesmit unserm schmiegen verwandt ist, wird mit Ein-schaltung des Ableitungslames zwischeu dem Wur>-zellaure und den Flexions-Snlben jchineichrel^n,ich schineich - el - c, schmeich ^ ei - te; von rei-ten, welckeS in seiner ersten allgemeinen Bedeutungveraltet ist, rett/Z-en, reit^el--n, reit-er-n,rürr-cl-n. Der Wurzellaut leidet dabey oft al-lerley Veränderungen, der End-Consoncmt wirdoft verdoppelt, die Imension zu verstärken, der ge-dehnte -laut gehet alsdann in den geschärften über,u.s. f. alles, so wie die Empsmdnng des Hörbaren,welche der ganze Grund dieser Veränderung ist, eserfordert. -
In denjenigen Verbis, welche vermittelst derSylben el und er abgeleiter werden,, verlieren dieFlexions-Sylben en, est, er, ihre, schmeicheln,lächeln, du rändelst, er spöttelt, für schmei-chelen, lächelen u.s.f. Wenn die Flexions-Sylbeein bloßes e ist, so kann die Ableitungssylbe el in dervertraulichen Sprechart ihr e verlieren, schmeichle,wenn die Härte nicht zu groß wird, wie in krümle,sporrle, kräusle. In den Verbis auf ern ist dieseWeglassung in den meisten Fällen zu hart.
Diejenigen Nachjylben nun, vermittelst derenVerba anf diefe Art abgeleitet werden können, sindmir der Flexions-Sylbe des Infinitives vornehm-lich folgende.
ch-en, Intensiva zu bilden, z. B. horchenvon hören, schnarchen von einem veraltetenschnüren, das niedrige schärchen von scharen,das Oberdeutsche ferchen oder sarchen von fah-ren.