Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
738
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7Z8 i. Th. 2. Abjchlt. 7. Kap.

lenzet» hat, welches doch nur in figürlichem Ver-stände üblich ist. Im Oberdeutschen sind die Ver-ba dieser Art häufiger: bockenzen, nach dem Bo-cke riechen, kupferenzen, nach Kupfer schmecken,bergenzen, sich ans bergniännischc Art betragen,judenzen, Neigung zum ^ftidenthume verrathen,l. s. f. Eigentlich ist diese Ableitungssylbe zusam-men gesetzet aus cn oder ein und dem intensiven z.Die einfachern kupfcreinen, nach Kupfer schmecken,biereineu, nach Bier riechen, rauchemen, räu-cherich schn'.ecken u. s. f. kommen in manchen Ober-deutschen Gegenden noch hausig genua. vor.

el'-II, vollständig er-en, wo der zitternde ei-genthümliche laut des r die Nachahmung des Na-curtoneö nicht verläugnen kann. 1. Ein Versetzenin den Zustand, welchen das Stammwort aus-druckt, folglich Factitiva aus Neutris zu bilden:fasern ansfasen, stänkern, stinken machen, ein-schläfern von einschlafen, räuchern von rau-chen, folgern von folgen, steigern von steigenu. s. f. Von vielen sind die Stammwörter veral-tet, wie von erörtern von orren, sich endigen, er-innern von innen gewahr werden u. s. f. 2. EineNachahmung, welche aber zunächst aus dem Pluralgewisser Substantiven gebildet zu seyn scheinen, wiemännerii, Lindern, kälbern, sich wie ein Ehe-mann, wie ein Kind, wie ein Kalb betragen, z. Ei-ne Wiederholung, sehr hausig, indem diese Be^deutung dem r eigenthümlich ist: zögern von zie-hen, scigcrn von seihen, lockern in ablocrernvon locken, hebern von beben, blinkern vonblinken, weigern von rvegen u. s. f. Vor:-)r vielen sind die Stammwörter veraltet, daher- :e abgeleiteten oft ihre Stelle vertreten: stlstcrn,s-.mern, schläudern, schlorrern, klettern, lau-ern