Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
743
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Von dem Verbo. §.391. 74z

r-M, WiederhohlungSund Vcrstärktings.Wörter zu bilde!?, vielleicht einerley mit crn, so daßdas r nur versetzt worden: «nähren, im gemeinenLeben oft und viel rühren, von mähen, bewegen,flackern von flacken, Jähren von gehen, Sich-ren von begehren, von dem alten Iahen, jähen,sagen, girren, ein neues Intensivum von gehren,fpühren von spähen, fasern von fasen, don-nern von döncn, tonen, wuins. So auch jain-mcrn, währen, wahren, erinnern, fiisrern,flattern, fahren, führen, bohren, fodern,hungern u. s. f. deren Stammwörter zum Theillangst veraltet sind.

Manche ähnliche kommen indessen wirklich vonSubstantiven und Adverbien auf r her, die dennfreylich nicht hierher gehören, wie klären, dörren,empören u. s. f. wozu man noch einige der vorigenrechnen könnte, wenn nur erst erweislich wäre, daßdas Verbum unmittelbar von einem andern Redc-rheile, und nicht beyde zugleich, von einander unab-hängig, aus der Wurzel gebildet worden.

sch-en, auch eine Verstärkung des Grundbe-griffes: peitschen von dem alten barren, Franz.dattrc, klatschen von einem veralteten klaren,Franz. ccl.uer, quetschen von queten, Mustere,forschen, knirrschen von k.iirren, herrschen vondem alten hcren, rauschen, wischen von wehen,bewegen, waschen, naschen, mischen u. s. f.Besonders in den niedrigen Sprecharten, welchereich an Ableitungen dieser Art sind, und sie nochtäglich vermehren: glitschen von gleiten, lar-schen, grätschen, die Zähne fletschen, rutschen,krätschen, knitschen u. s. f.

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s-M.