Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
748
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748 i. Th. 2. Abschn. 7. Kap.

Indessen sind sie nicht so zahlreich, und es kannim Deutschen ein Stammwort nicht so willkührlichdurch alle diese Nebenbegrisfe durchgeführet werden,als im Hebräischen und andern alten morgcnländi-schen Sprachen, wo diese Formen eigene Conjuga-tionen machen, sondern man muß es bey denen be-wenden lassen, welche der Gebrauch einmahl einge-führet hat, wovon noch dazu die meisten nur in den,niedrigen Sprecharten gangbar sind.

Die Ursache ist leicht zu finden. Der Ursprungder Sprache und die erste Ausbildung gründet sichganz auf das Hörbare. Bey mehrerer AusbildungHaufen sich die figürlichen Bedeutungen, und dannmacht das Hörbare oft nur noch den kleinsten Theilaus. Wenn eine Sprache endlich anfangt, sich zuverfeinern, und durch Geschmack und Wissenschaf-ten erweitert und ausgebildet zu werden, dann folgtsie mehr deutlichen Vorstellungen als dem dunklenHörbaren; sie schämet sich dieser ihrer Kindheit,und behält zwar, was sie nicht entrarhen kann, da-von bey, hütet sich aber, die Sprache auf diesemrohen und sinnlichen Wege zu erweitern, dagegender große Hausse auf diesem Wege fortgehet, undnoch täglich neue Wörter dieser Art bildet. Dahersind denn die meisten Verba dieser Art für die edleSchreib - und Sprechart zu niedrig, diejenigen aus-genommen, welche nicht unmittelbar mehr tönen,wie z. B. die Intensiv«, wo das Hörbare schon ansich unbestimmt ausgedruckt worden, und endlich.ganz verschwunden ist, seitdem man diese Verbafigürlich für ihre Stammwörter zu gebrauchen an-gefangen, die denn größten Theils dadurch verdrän-get worden.

AuMM- §. Z9Z. Hierher gehöret auch die ausländischeschc-ÄMnz Endung ier?e>», welche aus de.i lateinischen En-