Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
750
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75O i. Th. 2.Abschlt. 7. Kap.

Endung hindert hier nichts. Da dergleichen Wör-ter in der Endung und Conjugation ein DeutschesAnsehen erhalten, so sollte man es ihnen auch inder Schreibart geben.

2. Arten der Verborum.

Grund ih- §. 194. Das Verbum ist ein Nedetheil, welcherrer Ver- einem selbständigen Dinge etwas Unselbständiges,!).!.Meden- ^m Prädicat, in einem und eben demselben Worte^ ' beyleget. Man kann daher das Verbum auf einedreyfache Art betrachten, in Ansehung des Prädica-teS, in Ansehung des Subjectes, und in Ansehungder Art, wie die Beylegung bezeichnet wird, oderher Conjugation. Da bey jeder dieser Arten mch-hrere Fälle möglich sind, so entstehet daraus auch diegroße Verschiedenheit unter den Verdis, welche wirwirklich bey denselben antreffen.

1. In Ansehung des j)r^dicares, kann dassel-be entweder vollständig seyn, so daß zu dessen Be--greiflichkeit nichts weiter erfordert wird, oder e6kann unvollständig seyn, d.i. einen zufälligen Ne-benumstand enthalten der seinen Aufschluß erstdurch einen Beyfah erhalten muß. Es kann fer-ner etwas enthalten, was an dem Dinge allem ge-dacht werden kann, oder aucy etwas, das außer demDinge vorgehet.

2. In Ansehung des Su'bjectcs, welchem dasPradicat beygeleget wird, welches entweder be-stimmt, oder unbestimmt seyn kann.

z. In Ansehung der Conjugation, d. i. derArt und Weise, wie diese Beylegung bezeichnetwird, entweder nach klaren Begriffen durch dasganze Verbum auf eine einförmige Art, oder nachdunkeln Empfindungen auf eine abweichende Art.

Hierauf