Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
757
Einzelbild herunterladen
 

Von dem Verbo. §.405.404. 757

bezeichnen kann; das lateinische ist bey weitein nichtso vollständig, aber doch weit mehr, als die Verba der .Deutschen und übrigen abendländischen Sprachen;daö Hebräische hingegen ist daS unvollständigste,weil es sehr arm an eigentlichen Verhältnissen ist.Desto häufiger und regelmäßiger druckt es durch sei-ne viele Conjugationen Neben>egriffe an dem Zeit-worte aus, welche in den meisten Fällen ganz vondem Hörbaren entlehnet sind, und daher von jederSprache, so wie sie sich nach klaren Begriffen aus-bildet, wieder verlassen werden, besonders so fern siesich ganz ans das Hörbare stützen.

Die vornehmsten Verhältnisse, welche man andem Verbo selbst zu bezeichnen pflegt, sind indessenfolgende.

§. 404. 1. Die Beschaffenheit des prädi- Form undcares, ob es an dein Subjecte allein gedacht wer- ^'"'^den kann und muß, oder ob es noch einen Gegen- Aerbomm.stand, besonders einen leidenden Gegenstand, außerdemselben erfordert; folglich ob es ein Intransiti-vum oder Transitivum ist. Diese Beschaffenheitdes PrädicaceS macht die Form des Verbi aus;allein die Deutschen Verba haben keine eigentlichebestimmte Formen, indem das Intransitivum vondem Transitivs im Äußern.nicht verschieden ist. Nurin einigen Fällen ist das Intransitivum entwederdurch die irreguläre Conjugation, oder durch einenVocal des Wurzellautes von dem Transitivo unter-schieden ; so sind die Intransitiva erschrecken, ver-derben, schmelzen», s. f. in der Conjugation irre-gulär, ihre gleich lautende Transitiva aber regulär;die Intransitiva sinken siizen, trinken u. s. f. un-terscheiden sich in dein Vocale von ihren TransitiviSsenken, seyen, tränken. Allein dieser Unterschied

Bbbz ist