Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
758
Einzelbild herunterladen
 

75S i.TH. 2.Abschn. 7. Kap.

ist zu selten, und daher zu sehr zufällig, als daß mandarauf den Begriff einer bestimmten Form bauenkönnte.

2. Bey dem Transitivo findet wieder ein dop-pelter Fall Statt; das Pradicat kann entweder vondem thätigen oder von dem leidenden Gegenstandegesagt werden, oder, mit andern Worten, e6 kanndas Subject thätig oder leidend vorstellen. So ferndieses Verhältniß des' Verbi gegen das Subject andem erstcrn selbst ausgedruckt wird, heißt Doroder Genus. Gemeiniglich gebraucht man dieWör-ter Form, )5ox und Genus in den Sprachlehrenals gleich bedeutend; allein man siehet bald, daßsie gar sehr von einander unterschieden sind. DerUnterschied, auf welchem sich die Form gründet, istgewisser Maßen wesentlich, weil er von der Be-schaffenheit des Prädicates herrühret; dagegen derUnterschied, welchen Dop oder Genus machen,bloß zufällig ist, indem es auf den Sprechenden an-kommt, ob er das Subject thätig oder leidend dar-stellen will. Stellet das Verbum das Subject thä-tig dar, so heißt es ein Derbum acttvum, wenne6 aber dasselbe leidend darstellet, Dcrdum Passi-vum. Da6 Deutsche Verbum ist auch in diesemStücke mangelhaft, weil es kein eigenes Passivumin einem und eben demselben Worte bilden kann,sondern dasselbe umschreibe!, muß. Die DeutschenVerba haben folglich nur eine Form, welche denTransitiviS und Intransitiviö gemeinschaftlich ist,und eigentlich auch nur eine einige i?ocem, dieactivam, denn unser so genanntes Passivum ist einebloße Umschreibung.

Modus. §. 4^5- z. Die Art, wie das Pradicat gesagtwird, oder der Niodus. Man saget das PraoKat,

1. entwe-