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764 I.TH. 2.Abschn. 7. Kap.
Entwicke-lung der
»ollstlindi-gen Con-jugation.
und die Personen wenden außer der Endung noch-durch die Pronomina bezeichnet.
Das en der Infinitive scheinet mit der Ablei-tungssylbe eil der Substantive verwandt zu seyn,daher auch jeder Infinitiv so leicht in ein Snbstan.tiv übergehen kann. Das r, der eigenthümlicheAusdruck' der Harte, des Nachdruckes, bezeichnet andem Präterito das Vollbrachte, das Vergangene.Die Biegungssylben der Personen aber scheinen ur,sprüngliche alte Pronomina zu seyn; daher sindauch die meisten Sprachen darin ahnlich.
Ich lieb - e.Du lieb-ejt.Er lieb-er.Mir lieb-e-i ''-).Ihr lieb-er.Sie lieb5eil"").
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In einigen alten Oberdeutschen Mundarten liebemes.Ehedem sie liebeiir.
Man siehet hieraus, daß das Wurzelwort in derregulären Conjugation überall ist, und daß man nurdie Coujugations-Sylbe wegnehmen darf, um e6zu finden; daß es folglich eine unnöthige Frage ist,welcher Modus, oder welches Tempus der Stammder übrigen ist. Soll die Frage so viel heissen, wodie Wnrzel am reinsten angetroffen wird, so ist esim Deutschen der Imperativ, welcher oft die Wur-zel selbst ist, nur daß er entweder um der gelindenAussprache des EndtauteS willen, oder zur Vermei-dung der Einsilbigkeit, oft ein e annimmt, geh,flieh, liebe.
§. 410. Dem sey nun wie ihm wolle, so lassensich mit Hülse der oben gedachten Hülfswörter nicht
allein