Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
767
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Von dem Vcrbo. §.410. 767

MN Schreibart, so häusig auch im gemeinenLebe» ist. ^

Mau merke von denModis undTemporibus desVerbi noch. 1. Der ConjlinctivuS unterscheidet sichin der regulären Conjugation bloß in der dritten ein-fachen Person desPräsentiS durch den Mangel deör,.von dem Indicativo, in den übrigen Fällen aberdadurch, daß er keine Zusammenziehung leidet, wel-che der Indicativ in manchen Personen verstattet:ich lobte ihn, aber, errhar es, damit icd thulodere. In der irregulären Conjugation bekommter uuter andern auch oft den Umlaut, davon im fol-genden. 2. Was von der Bedeutung der Tempo-rum gesagt worden, gilt vornehmlich von dem In-dicativo; im Conjunctivs bezeichnen die Temporadie Zeit nicht so genau, sondern mehr die Stufenund Verhältnisse des Ungewissen, davon im Syn?rare der Verborum.

U. Der Imperativ hat keine Zeiten, sonderndruckt nur die Zweyte und dritte Person sowohl inder Einheit als der Mehrheit aus. Ursprünglichscheinet er mir die zweyte einfache Person gehabt zuhaben. Die dritte einfache ist von dem Conjunctivsdes Präfentis, die zweyte und dritte mehrfache abervon dem Indicativo des Präfenris emlehnet, daherjene hier auch die Zusammenziehung verstattet, ihrlobt uud lobt ihr. Der Imperativ unterscheidetsich von dem Präfenti auch darin, daß er das Pro-nomen, welches doch die zweyte Person, sowohl imSingular als Plural, entbehren kann, nach sich hat.In der ersten Person findet der Imperativ nur alsAnsmunterung Statt, und muß im Hochdeutschenumschrieben werden. Allein im Oberdeutschen sagtman ohne Anstoß, geh ich, und im Plural gehen

wir,

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