Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
785
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Von dem Verbo. §. 479. 785

«hm sehr merkwürdige Überreste ihrer ersten Kind-heit sind. Ist aber die Ähnlichkeit des Hanprbe-griffeS merklicher, oder sticht derselbe unter allenVerhältnissen, worein er kommen kann, immer nochhörbar vor, weil die Empfindung, welche man hör-bar bezeichnen will, bestimmter tönt: so bleibt dasWurzelwort, und es wird nur nach dem Verhält-nisse, welches man ausdrucken will, in einem oderdem andern iaute, gemeiniglich in dem Vocale/geändert.

Dieß ist nun der Fall unter andern auch beyunsern irregulären Verdis, die wir hier noch ganzso irregulär annehmen müssen, als sie wären, d. i.ohne alle Bicgungösylben: ict) eh, ich, er,; ich fechc, er ficht, ich focht, er focht, fichc;ich gelt, er gilt, ich, er galt oder goir, gilt.Man siehet aus diesen und so vielen andern Bey-spielen, daß die Consoncmten hier unverändert blei-ben, weil der Hauptbegriff Merklich blieb, die Con-sonanten aber der eigentliche Ausdruck desselben sind>dagegen die Nebenbegriffe oder Verhältnisse an demVocale ausgedruckt werden. Die Art, wie solchesgeschiehet, ist wieder ganz in der dunkeln Empfin-dung des Hörbaren zu suchen. Daher druckte mandas Verhältniß des Vollbrachten, des Vergangenen,gemeiniglich durch einen tiefern Vocal äuS: ichbind, find, befehl, spinn, aber ich bund, fund,befohl, spunn oder jponn, und bey mehr Ver>feinerung, band, fand befahl, spann. Oftaber auch durch einen höhern: ich fall , fiel, blas>blies, halt, hielt, ruf, rief, stoß, stieß; je nach-dem die dunkele Empfindung des Hörbaren beschaf-fen war. Dieß ist auch der Fall, wenn die zweyteund dritte einfache Person des Präsentis Indicativ»von der ersten abweicht, da sie denn gemeiniglich mitAdcl-.V.Spr/ Ddd dem