Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
824
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824 Th. 2.Äbschn. 7. Kap.

keln Empfindung des Hörbaren entfernte, und nurden klaren Begriff der Wirkung übrig behielt, dieseaber oft leidend ward, so erforderte diese denn derNatur der Sache nach freylich das seyn. Spurendavon sind noch übrig; z. B. plarzen, so fern es ei-nen gewissen Laut hervor bringen, und weiter nichtsbedeutet, erfordert das haben, csplüyt, es hatgeplagt; so fern es aber eine mehr leidende Bedeu-tung bekommt, und mit diesem Laute aufspringenoder hinfallen bedeutet, bekommt es seyn, dreVlaseift geplagt, er ist hingeplayt. Daher werdendenn manche Zntransinva in verschiedenen Bedeu-tungen mit beyden Hülfswörtern gebraucht.

Aber oft blieb es bey diesem Übergange von derersten Nachahmung des Hörbaren zu der klaren Vor-stellung dunkel, ob der Begriff mehr leidend odermehr thatig sey, und die Nation bestimmte sich indiesem Falle aus uns jetzt unbekannten Ursachen fürein Hülfswort, da sie sich doch mehr für das anderehatte bestimmen sotten. So sticht bey den Verdis,welche eine Veränderung des OrteS bedeuten, z. B.gehen, laufen, fliehen u.s.f. unserer jetzigen. Vor-stellungsart nach unstreitig das thatige Verhältnißvor, und doch erfordern sie das Hülfswort seyn,selbst wenn sie einen Accusativ bey sich habeil, wel-cher ihr thätiges Verhältniß noch mehr besmriget,ich hin diesen N?eg gegangen, er ist den Derghinab ge.aufen; ohne Zweifel, weil man sich inder Kindheit verspräche den Begriff hier in einemmehr leidenden Verhältnisse dachte.

Diese verschiedene Vorsiellungsart wirkte dennauch auf die Mundarten, daher so viele Intransitivain einer Mundart mit haben, und in einer an-dern m»t seyn verbunden werden. Überhaupt

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