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haben nun ausgereifet, ausgefprungen, aus-geranzer u. s. f. das ist, sie haben aufgehöret zureisen, zu springen, zu tanzen. Bedeutet aber dasaus vor den VerbiS der Bewegung einen Ort odereine Absicht, so wird seyn erfordert: der H?ein istausgelaufen, wir sind ausgelitten.
5. Diejenigen, welche eine Veränderung desOrtes bedeuten, und also das Hülfswort seyn erfor-dern würden, bekommen haben, wenn sie ohne alleBezeichnung sowohl des Ortes, als der Absicht, ge-braucht werden; gleichfalls wieder aus der Ursache,weil das Subject hier mehr thätig gedacht werdenmuß. XVir haben den ganzen Tag geranzetund gesprungen; er har einen Hengst gerit-ten; er har in seinem L.eben viel gereiscc; erhar nur der Arbeit geeiler; das Huhn har lan-ge geflattert. Herr Stosch führet noch folgendeBeyspiele an: gedenke, Herr, wie ich vor dirgewandelt habe, Ef. ?8, z; wo aber eine Be-zeichnung des OrteS da ist, daher hier billig seynstehen sollte, so wie man sagt, ich bin auf dieseml.Vege gewandelt; ich habe gestrauchelt, Ps.7z, 2, und ich harre schier gestrauchelt, Ps. 94,18; wo doch straucheln im Hochdeutschen in allenFüllen am häufigsten mit seyn verbunden wird, weilman sich das Subject dabey mehr leidend gedenkt.Eben so wird begegnen immer am liebsten mitseyn gebeuget, die Bedeutung allenfalls ausgenom-men, er har mir sehr übel, begegnet, wo dochauch lieber seyn gebraucht wird. Wird ein solchesIntransitivum mit einem Adverbio zusammen ge-fetzt, welches den Ort oder die Absicht bezeichnet, sobekommt es daher auch seyn: die Post ist abge-gangen, ich bin abgestiegen, aufgestandenu. s. f. Indessen leidet diese ganze Regel im Ge-brauche