Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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Vorrede.

wir ihn öffentlich hier für einen Menschen erkla-ren , dessen Körper eine sehr niederträchtigeSeele bewohnen muß. Wie sehr sicher wir unsdieses Urtheils wegen glauben, kann er unterandern daraus sehen, daß wir angeloben, sei-nen Namen, so bald wir ihn erfahren, unddieses wird gewiß sehr bald geschehen, öffent-lich bekannt zu machen.

Der größeren Anzahl von Rechtschaffenenaber, die Klotzen nicht persönlich, sondernnur nach dem Gerüchte seiner Freunde und Fein-de gekannt haben, diesen zum Unterrichte willich nur noch einige Worte von dem sittlichenCharakter dieses, selbst nach dem Gestandnißseiner Ieitgenoßen, großen Mannes hinzuthun.

Man brauchte Klotzen nur einmal gesehenzu haben, um von der Größe seines Geniessich einen würdigen Begriff zu machen. Eineoffne, freye Stirne, Augen die zu brennenschienen, und eine unglaublich schnelle undunaufhörlich arbeitende Bewegung der Gesichts-Muskeln, ließen niemanden, selbst seinen Fein-den, einen Zweifel von der Geschwindigkeitund Thätigkeit seines Geistes übrig. Undeben so leicht war es seinen sittlichen Charakterzu durchschauen. Ein Umgang von einigenTage-l, war hierzu hinlänglich genug. Viele,die dieses lesen, und Klotzen gesprochen haben,wäre es auch nur bey einer Durchreise geschehen,werden mir in ihrem Herzen Beyfall zurufen,wenn ich sage: Klotz hatte das fühlbarste, das

freund-