gewiß so bin ich ein erklärter Günstling des HimsmelS, und mcineTugenden sind unleugbarer bestattigct,als alle Wunderzeichen. Theresia ist einsehr schö-nes Weib; nur erst itzt 2-. Jahr alt, groß, schlank,mit dem Wüchse einer Grazie, und der lieblichen BiKdung der Mutter VenuS. Die Sanftmuth lachtauö ihrem Blicks — und ihr Blick tauscht nicht.Traurig seyn, kann sie wohl, wenn ihr Mann unartigist, aber böse zu werden, weiß sie nicht. Alles, wassonst die Freude eines, wie die Manner sagen, eitelnGeschlechts ausmacht, Kleider, Puß u. s. w. ist nichtdie ihrige: sseist das genügsamste Weib, das nie anmich eine Foderung gemacht hat, und wenn meineLiebe ihr ein Geschenk macht, es immer mit der regenFreude annimmt, die ein Beweis ist, daß ihr dasGeschenk dadurch werth ist, weil eS von mir kömmt.Sittsam ohne Grimasse bemitleidet sie die Schwach-heiten ihres Geschlechts, und vergiebt einem Mad-chen einen Fehltritt, wenn es nur zur Ehrbarkeit wie-derkehrt. Der Freundschaft, und eines Geheimnis-ses mehr als Mann fähig, ist sie die getreue Theil-nehmerinn meiner Sorgen, meine Rathgcbermn,meine Trösterinn. Kurz, der Himmel hat ihr alles ge-geben, was sie uebenSwürdig, und mich glücklich ma-chen kann; Gestalt, Vernunft, Häuslichkeit, ohnsKargheit, Freygebigkeit mit Maße, ein fühlbaresHerz— nur den Geist der Drdentlichkeit nicht in demhohen Grade, in dem er ihr nothwendig wäre, da ichselbst unordentlich bin, und dennoch immer im Hau>-se Ordnung wünsche, oft mit Ungestüm fodere.
Wir