Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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zu Hause bin, sende ich Ihnen ein Exemplar davon!Aber gehört dieß ;u wissen, auch zur Litteratur ? WirDeutschzelehrte glauben es i Wie dürfte ich einen sol-chen Griechen und Römer, wie mein Klotz ist, nurirgend in Verdacht haben, aus der alten Litteraturetwas nicht zu wissen. Im Lesen Ihres Kommen-tars, mein Freund, kam ich von diesem Morgen umF Uhr an, biSpÄ^. 79. und beschloß meine Lektüremit den vier Zeilen an meinen künftigen Sohn:

Apelles lehre dich, willst du die Venus bildenUnv willst du Gatter dir erschaffen, Phidias !Willst du mit Mädchen gehn in lieblichen Gcfil>?n,So führe Vida, dich und Klotz auf den Parnaß.

Den dritten VerS soll mein Sohn verbessern. LebenSie beständig vergnügt, mein lieber Kldß, studierenSie nicht zu viel, und vergessen Sie nicht IhrenFreund und Verehrer zc.

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Halberstadt den 8. Febr. 1767.

5Hch habe recht wohlverdient, mein theuerster^ Freund, daß Sie auf Ihren neuen TvrtauSmich so lange warten lassen. (AuS Ihren Handenmuß ich ihn empfangen, daS versteht sich , er ist mirdann noch einmal so theuer und werth.) Denn ist nicht wahr, nach so viel Beweisen der zärtlichstenFreundschaft war mein steifes und langes Stillschweisgen gar nicht zu vergeben. Wüßten Sie aber, wievielArbeit nach meiner Zurückkehr ich nachholen mußte,

und