Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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spiele mit 1000. Rthlr. Gehalt» Bisher hatte ichnoch immer die gute Hoffnung, daß man ihn zu Ber-lin festhalten wurde, es scheint, wir sind aufden Ruhmdes deutschen Athens nicht eifersüchtig; zu Wien ,Leipzig, Hamburg , Maynz. haben wir Bühnen, welchewird uns einen Sophokles geben? Mit der vollkom-mensten Hochachtung und zärtlichsten Freundschaftbin ich auch denn, wenn ich schweige, mein theuer-ster Freund Ihr zc.

«^-^ meinen Brief an Sie, den ich schon am 8tcnanfieng, zur Post schicken will, empfang ich IhrenTyrcauS. Was für ein fürtrefflicher Mann sind Sie,was für ein Freund ! Mein fatales Stillschweigenhielt Sie nicht ab, mich mit dem fürtrefflichen Ge-schenke zu erfreuen. Ich war auf dem Punkt, weilich mich nicht wohl befand, zu B'tte zu gehen, alleLebensgeister kamen auf den Anblick Ihres TyrtauSzurück, wie da, als Doris mich mit einem Kusse vomT>, de rettete. Und nun ward TyrtZuö gelesen, undKlolzMs, die ganze Welt war nun todtKönnteich ihn nur erst auch studieren. Wie aber, liebsterFreund , kömmt daß Sie xzx. 49- auch an denTod gedenken? Rosen und Lilien auf Ihr Grabstreuen, so'len erst meine KindeSkinder? Sie warendoch nicht krank? könnte ich Sie doch den Augenblick

Halberstadt den 14. Febr. 1767.

mein liebster Freund, da ich

umar-