Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
Seite
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Herr G*^* kömmt mir vor, als ein Student,der herausgefordert wird, und, statt zu erscheinen,zum Prorector geht, weil ihm seine zitternde Geliebte,mit der Schönen im RetWtNlsteN, zuruft:Wärstdu ein Leipziger, du wurdest ihn verklagen." Mer-ken Sie es wohl? er hat Sie gefürchtet, und sichan dem Beyspiel des Herrn B * ^ * gespiegelt. Erwird seinem Schicksal doch wohl schwerlich entgehen,und ich glaube, Ihre Fabel wird sich so enden , daßder ehrliche Bürger seinen langen Arm ausstreckt, dengrossen Mann bey der Kehle faßt, und ihn für seineVerwegenheit doppelt büssen laßt. Sie werden sichwohl erinnern, was Sie mir von dem Nußen derlaNgM Arme gesagt haben. Hatte G *** un-schriftlich angegriffen, und in seinem NevestöN einenTriumph aus unS gemacht, so hatte ich schon aufeineAntwort gesonnen. Ich hatte ihm eine förmliche Absbitte und Ehrenerklärung gethan, mit dem Vcrspre-chcn, mich künftig auf seine Seite zu schlagen , undmit Ablegung des EideS, den man thun muß, wennman zu seiner Bande übergehen will. Ich würdeihm bey den Schriften eines Lohenstein und Hof-lliannswaldau geschworen haben, allen guten Ge-schmacke aufewig gute Nacht zu sagen, SchönaichsHermann und seinen Tato fleißig zu lesen , Klopstvck,Hal/er, Uz und alle unsere besten Dichter für seich-te Köpfe zu halten, MiltDNs Verlornes Paradieß,ein Buch, das unter der Kritik ist, zu nennen, unddie Hermanniade der Aenaide an die Seite zu sehen,u. s. w. Doch G * * * hat eine Kriegslist gebraucht,«ilen Machinationen zu entgehen. Es scheint, es

wird

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