Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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Welch ein Unglück aber, in einer so barbarischenGegend zu leben, wo man weder Journal nochZeitungen hat! Im Reiche der Todten erfahrt manvon den übergeschifften Schatten mehr, ale in un»serm lieben Düsseldorf . Ihre Bibliothek haben wirun6 kommen lassen, mein Bruder und ich. H***wird entsetzlich brüllen. Nie sahe ich in einer Schriftmehr bittre Galle, als in der seinigen; aber erverliert dabey. Seine Verzerrungen bey dem laschenden Witze seines Gegners machen ihn nur nochlächerlicher. Dieser macht sich mit seinen Waldcheneine bloße Kurzweil, und er stampfet und schnaubt.Ich laugne nicht bey alle dem, mein Liebster, daßich die Wiederherstellung aller Dinge wünscht?, undmit Klotz, Leßing und Htt'der, in einer Rosenslaube lachen und trinken mochte.

Mit meinem K^*, der seine Lieder mir sang,werden Sie doch, aus Freundschaft für mich, sau-berlich fahren? Es ist wirklich ein liebenswürdigerMann, voller Enthusiasmus, und von allem Stol»ze frey. Der Sanger der sieben kleinen Gedichte,ist gewiß B*** in F55**, ob er s^hstweder geschrieben, noch ein Exemplar geschickt hat. AuSden vielen Sprachen schließ ich eS, aus der Beschreibbung seines Vaterlandes, und aus dem unter die Zu»schrift gesetztem L. Genie, deucht mich, ist darin?ne gar nicht' alles zu roh, zu wenig bearbeitet.

Um die Seurilischen Briefe, und um die littera-cischen, hat mein Bruder schon einigemal vergebensnach Frankfurt geschrieben; eben so können wir dieHerrmannsschlacht und den fortgesetzten Rhingulph

noch