Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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noch nicht bekommen. Ißt haben wir in Leipzig Tommißion gegeben»

Bon Wieland erhielte ich neulich einen alleriieb-sten Brief, voll Freundschaft lind Vertraulichkeit.

Sie, mein lieber Freund, schreiben mir dochauch nächstens ein Paar Worte? nur ein Paar Wor-te dürfen es seyn, damit ich weiß, daß Sie mich nochlieben. Erlauben Sie mir, Sie zärtlich zu umar-men. Ich bin ewig lc.

Halberstadt den 24. Nov. 1769.

(sausend Dank sage ich Ihnen, mein lieber Freund,

für dae Stückder Bibliothek, in welchem Siemeiner SoMMermse eine so niedliche Lobrede gehal»ten haben. Die L^** konnten Sie nicht besser ab-führen'. der Einfall ist allerliebst, und treffend.

Nach Halle käme ich gewiß, wenn möglichwäre; allein meine Hannoverische Freunde quälenmich so sehr, daß ich, sobald ich mich loSceissen kann,bey ihnen ein Paar Wochen zubringen muß. Ichhatte es vorige Michaelis versprochen: nun halten siemich beym Worte, und sie mir zu Feinden machen,möchte ich auch nicht gern.

Riedels Fehdebrief bin ich sehr begierig zu sehen:hier weiß man von diesem neuen Kriege noch nichts.

Ueber die Pauken, die Sie incognito willkom-men hiessen, habeich recht gelacht, das gehört in einHändchen gelehrter Anekdoten,

Auch