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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
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das Gute u. Boje zu erkennen überh»

5en gebracht haben, biß auf GOTT und dasdie sich nach der gemeinen Beschreibungnicht füglich zu einer von derselben fetzen lassen.Was das ^wn-M betritt, daran hat bißhero nie-mand gedacht, was es für ein Gut sey, obgleich alle?Ki'io5ox>Ki darinnen wider die 6>«^-o/ einig gewe-sen, daß über die Tugend noch etwas anders sey,das man im gemeinen Leben und Wandel als eineRichtschnur in acht nehmen müsse.

9«. Was GOTT betrift, ist es zwar denmHeydnischen?Ki1o5ox>1ien endlich zu übersehen,daß sie dieEintheilung der Güter des Menscheneingeschrcnckt, daß sie das nöthigste dämmen verse-hen, weil sie insgesammt, wegen der Vermischungder Welt--Weißheit und der falschen Offenbah-rung, irrige Meinungen von GOlt gehegtt; daßman aber in Christlichen Schulen diesen Mangelso gelassen, wie man ihn gefunden, ist billig zu be-wundern. Wir wollen uns aber nicht eben be-kümmern , diese Cintheilung nach diesen ZZnmer-ckungen auszubessern, sondern lieber dieselbe garfahren lasten, weil wir nicht sehen, was dieselbe füeeinen grossen Nutzenhabe.

91. Ferner lehret man durchgehends in denenSchulen, c^uoä doüum lic Konetir-M, utüe LcMuncium, daß ein ehrbares, und ehrliches,oder rechtmäßiges, nützliches und belusti-gendes Gut se», und machet in Beschreibungdieser unterschiedlichen Arten, so wohl auch Mdenen Exempeln den linterft! ied derselben wehe

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