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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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das Gute u. Nose zu erSennen überh. z5

schiedene Weise betrachtet. Wenn man seinenUrsprung anflehet, daß es von GOtt herkom-me, und daß es von GOtt oder solchen Menschen,die an GOlles Stelle auf dieser Welt das Ne«giment führen, als eine Richtschnur des mensch-lichen Thun und Lassens vorgeschrieben sey, soheist es ein ehrbahres Gut, wiewohl es auchmanchmahl diese Benennung erlanget, wenn esnichtunehrbahr, ehrlich, oder rechtmäßig oderdieser Richtschnur nicht zuwider ist.

94. Betrachte ich aber das Gute in Ansehensemer selbst und seiner Gegenrvartigkeit, soHeisset es ein belustigendes Gut.

9;. Endlich wenn ich seine lVürckung betrach-te, so Heisset es nützlich, nemlich so ferne es ein neu-es Gute zuwegen bringet, oder das gegenwärtigecontinuiret-

96. Und also ist kein anderer Unterschied unterdem nützlichen und belustigenden Guten, alsdaß jenes auf zukünftige Dinge, dieses aber aufgegenwärtige sein Absehen hat.

97. Woltest du gleich sagen, daß man sichauch an vergangenen und zukünftigen Din-gen belustige, ja daß man mehr Vergnügen anBetrachtung vergangener und zukünftiger Din-ge, wo nicht allemahl, doch öfters, als an ge-genwartigen empfinde; z. E. ein zärtlich Ver-liebter; so wirst du doch gestehen müssen, wenndu die Sache genau überlegest, daß alsdenn erstdie Betrachtung vergangener Dinge belustiget,

C 2 wenn