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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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das Guten. Nosez» erZemsen übech» 41

chun, die in der Gelahrheit von dem Erkantnißdes Guten und Besen, grosser« Nutzen haben-.Zumahl wenn wir voraus mercken, dak die un-terschiedenen Atten des Guten und Bösen, diewir m fügenden Eintheilungen vorstellen wol^len, nicht von gleicher Güte und (^rgä seyn,sondern allezeit die eine Art geringer seyn wirdols die andere, wannenherv nicht allein diesesüberhaupt zu erinnern , daß wenn zwey Gute»der Böse von ungleichen (?r^6 zusammen kom?Men, das geringere allezett tn Ansehen desZrojscm weichen und nachgeben müsse ^ son-dern daß wir auch in der Erkantniß des Guten alle«mahl füuiehmM aufden grostenvomehmsten(ZZa^ unser Absehen richten müssen, wie wir dennauch in dessn Ansehen diesen (?r^ mBefthrei?bung des Guten für Augen gehab! haben.

in. Denn der Mensch, wie er anfttzo aufdieser Welt lebet, Km auf zweyerlcy Weise be-trachtet werden, entweder nach seinem ordent?Ziehen Zustand, wie er nach der Eckanln-ß deswahren Guten seyn s»!te, oder nach seinemaußerordentlichen Zustand, in dem ex sich»so viel seinen Willen bet! ist , befindet , oder auch,mdcn er sich durch die Gewohnheit selbst gesetzthat, oder darinnen er von anderen Menschen gesetztworden.

Der ordentliche sttstazsd ist derjeni-ge, wenn die Bewegung aller Theile des mensch,Sicheu LcibcS in, der. von GOtt geordneten prc^

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